Burg Werle, Mittelalterliche Burgruine in Kassow, Deutschland
Die Burg Werle ist eine ehemalige slawische Burganlage bei Werle, nordwestlich von Güstrow an der Warnow. Mauern sind nicht erhalten: Heute befindet sich dort ein künstlich aufgeschütteter Hügel mit einem etwa 6 Tonnen schweren Granitfindling, der seit 1856 dort liegt.
Um das Jahr 600 von ansässigen Slawen erbaut, wurde Werle Regierungssitz der Fürsten von Werle und wohl im 13. Jahrhundert aufgegeben. 1160 nahm Heinrich der Löwe die hart umkämpfte Burg durch eine List ein und tötete den Slawenfürsten Niklot. Dessen Söhne Pribislaw I. und Wertislaw erhielten sie zurück, mussten sie aber 1163 aufgeben, als Wertislaw sie während Heinrichs Strafeldzug verteidigte und gefangen genommen wurde; nach dem Frieden ging sie endgültig an Pribislaw I.
Das Granitdenkmal an der Burg Werle zeigt die territorialen Übergänge zwischen slawischer und germanischer Herrschaft in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Anlage liegt beim Kassower Ortsteil Werle, nordwestlich von Güstrow und nahe der Warnow. Erhalten ist heute nur ein künstlich aufgeschütteter Hügel, auf dem seit 1856 ein etwa sechs Tonnen schwerer Granitfindling liegt. Mauern oder Informationstafeln gibt es nicht mehr; zu suchen sind allein der Hügel und der Stein.
In Burg Werle sind keine Mauern erhalten: Der Burghügel ist künstlich aufgeschüttet, und auf ihm liegt als einziges Objekt ein etwa 6 Tonnen schwerer Granitfindling, der 1856 dorthin kam. Die slawische Burganlage selbst wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert aufgegeben.
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