Burg Wernfels, Mittelalterliche Burg in Spalt, Deutschland
Burg Wernfels steht auf einem bewaldeten Hügel über dem Rezattal, gegenüber der Burg Abenberg. Ihr ältester Teil ist das dreigeschossige Hauptgebäude aus Buckelquadern mit einem Nebenflügel; Arkadenfenster im ersten Obergeschoss markieren den einstigen Saal. Eine Ringmauer von etwa 45 × 50 Metern umschließt den Kern, und eine steinerne Brücke führt über den verfüllten Halsgraben zum Torhaus.
Der älteste Teil der Burg ist das große Wohngebäude, das anhand frühgotischer Formen und eines dendrodatierten Holzpfostens im Keller in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert wird. Die erste indirekte Erwähnung stammt von 1283, als Albert II. Rindsmaul von Wernfels in einer Urkunde erscheint; die Familie Rindsmaul errichtete die Burg wohl. 1284 verkaufte Albert sie an Fürstbischof Reinboto von Meilenhart von Eichstätt, dessen Nachfolger sie im 14. und 15. Jahrhundert mit Ringmauer und Torturm ausbauten.
Die Anlage trägt die Spuren ihrer Renovierung aus dem 17. Jahrhundert, die von Bischof Johann Konrad von Gemmingen in Auftrag gegeben wurde und das Gebäude mit neuen Holzdecken und Fensterrahmen ausstattete. Diese handwerklichen Details prägen bis heute das Innere und zeigen, wie man die mittelalterliche Struktur damals modernisierte.
Die Burg ist heute als Jugendherberge ausgestattet und kann von Gruppen besucht werden, wobei Informationen zu Öffnungszeiten und Angeboten vor dem Besuch eingeholt werden sollten. Der Ort liegt auf einem Hügel und ist daher mit etwas Steigung zu erreichen.
Der älteste Teil der Burg ist das große Wohngebäude, das durch frühgotische Formen und einen dendrodatierten Holzständer im Keller (nach 1260, wohl 1270/80) in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert wird. Eine Urkunde von 1283 nennt Albert II. „dictus Rindesmul de Werdenfels“ – die erste indirekte Erwähnung der Burg.
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