Burg Wesenberg, Mittelalterliche Befestigung in Wesenberg, Deutschland
Die Burg Wesenberg ist eine Turmhügelburg auf einem Hügel in Wesenberg in Mecklenburg-Vorpommern. Erhalten sind nur der Bergfried, Fangelturm genannt, und ein anschließender Rest der Ringmauer. Der Turm mit flacher Krone stößt an einen Abschnitt aus rohem Steinmauerwerk, während der längere Flügel ein steiles Dach aus orange-roten Ziegeln über einer hellen Stein- und Putzfassade mit kleinen rechteckigen Fenstern in zwei Reihen trägt.
Nikolaus I. von Werle ließ die Burg Mitte des 13. Jahrhunderts zum Schutz der Stadt Wesenberg erbauen. Ab 1276 wechselte sie während der Markgrafenkriege zwischen Mecklenburg und Brandenburg mehrfach den Besitzer und diente später der Witwe Herzog Ulrichs II., Katharina, als Wohnsitz. Ein Brand um 1630 zerstörte die Anlage weitgehend; erhalten blieben nur der Bergfried, Fangelturm genannt, und ein Teil der Südmauer.
Die Burg zeigt, wie Wehranlagen in Nordeuropa im Laufe der Zeit entstanden sind und sich veränderten. Der Bergfried und die Ringmauer erzählen von der Entwicklung zwischen Holz- und Steinbauweise.
Der Burghügel liegt im Nordosten von Wesenberg. Erhalten sind nur der Bergfried, Fangelturm genannt, und ein Rest der Umfassungsmauer im Süden; ein Turm zum Besteigen existiert also nicht. Im Gebäude auf dem Gelände befinden sich das Fremdenverkehrsbüro der Stadt und die Heimatstube mit einer Sammlung zu Fischerei, Forstwirtschaft und Regionalgeschichte.
1752 ging das Burggelände an die herzogliche Kammer, 1812 wurde ein Schulze als Verwalter eingesetzt. Das ursprüngliche Wohnhaus wurde durch einen schlichten Bau ersetzt, der zweimal durch Brand zerstört und wieder aufgebaut wurde. Nach 1950 diente es der Forstverwaltung; heute beherbergt die Burg das Wesenberger Fremdenverkehrsbüro und die Heimatstube mit Sammlungen zu Fischerei und Forstwirtschaft.
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