Burgkirche, Gotische Wehrkirche in Ober-Ingelheim, Deutschland.
Die Burgkirche ist eine dreischiffige Wehrkirche in Ober-Ingelheim, im Südwesten Deutschlands, mit einem romanischen Turm aus dem 12. Jahrhundert, der von spätgotischen Zinnen bekrönt wird. Die Mauern sind ungewöhnlich dick und geben dem Gebäude ein wehrhaftes Aussehen, das seine Funktion als Kirche und Schutzraum gleichzeitig widerspiegelt.
Der Standort geht auf eine fränkische Kapelle aus dem 7. Jahrhundert zurück, bevor Karl der Große ihn dem Kloster Bad Hersfeld überließ. Im 12. Jahrhundert wurde das Gebäude grundlegend umgebaut und erhielt seine heutige Form.
Die Chorfenster zeigen Szenen der Heiligen Drei Könige und der Krönung Mariens in farbigem Glas, das um das Jahr 1400 entstand. Wer genau hinschaut, erkennt feine Details in der Ausführung, die zeigen, wie aufwendig diese Glasmalereien gefertigt wurden.
Die Kirche ist von dem Platz davor gut zu sehen und lässt sich auch aus der näheren Umgebung betrachten. Der Zugang zum Inneren hängt von Gottesdiensten und Veranstaltungen ab, weshalb es sich lohnt, die Öffnungszeiten vor dem Besuch zu erfragen.
Der Erdgeschossraum des Kirchturms diente einst als Archiv des Ingelheimer Oberhofs, einem der bedeutenden mittelalterlichen Gerichte der Region. Religiöse und weltliche Funktionen teilten sich also buchstäblich denselben Stein.
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