Canisianum, Neuromanische Kirche in Saarlouis, Deutschland
Das Canisianum ist eine neuromanische Kapelle in Saarlouis mit einem einschiffigen Grundriss, einem steilen Schieferdach und einem spitzen Dachreiter. Die Außenfassade ist mit Rundbogenfenstern und Steinornamenten gestaltet, die für den neuromanischen Baustil typisch sind.
Die Kapelle wurde 1901 als Krankenhauskapelle errichtet und steht auf dem Gelände eines Augustinerklosters, das 1691 gegründet wurde. Damit verbindet der Ort zwei sehr unterschiedliche Epochen der religiösen Geschichte von Saarlouis.
Die Gewölberippen im Inneren sind mit Ornamenten verziert, und die farbigen Chorfenster wurden 1951 von Anton Frese gestaltet. Diese Fenster geben dem Chorraum ein warmes Licht und prägen das Erscheinungsbild des Innenraums deutlich.
Die Kapelle ist für Besucher zugänglich und hält regelmäßig traditionelle lateinische Messen ab, sodass es sich um einen aktiven Kultort handelt. Ein Besuch außerhalb der Gottesdienstzeiten ermöglicht es, den Innenraum in Ruhe zu besichtigen.
Obwohl das Gebäude ein eingetragenes Baudenkmal ist, weist es tiefe Risse in den Wänden, verwitterndes Sandsteinmauerwerk und bröckelnde Fundamente auf. Diese sichtbaren Schäden machen den Restaurierungsbedarf für jeden Besucher unmittelbar erkennbar.
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