Kleinkastell Robern, Römisches Kastell in Fahrenbach, Deutschland
Kleinkastell Robern ist ein römisches Befestigungswerk mit Seitenlängen von etwa 20 mal 21 Metern und abgerundeten Ecken, das vollständig aus rotem Sandstein mit etwa einen Meter dicken Mauern erbaut wurde. Der östliche Zugang ist etwa drei Meter breit, und die gesamte Anlage liegt in einem hügeligen Gebiet zwischen mehreren Dörfern.
Das Kastell wurde während der Herrschaft Kaiser Trajans gegründet und diente bis etwa 159 n.Chr. als Außenposten an der römischen Grenzanlage, bevor es aufgegeben wurde. Seine Position an der Limesstrecke Neckar-Odenwald machte es zu einem wichtigen Punkt im Verteidigungsnetzwerk des Reiches.
Archäologische Grabungen zeigen, dass das Kastell als Wachposten in einem dicht besetzten Netzwerk entlang der Limesstrecke funktionierte. Die Anordnung der Gebäude im Innenhof deutet auf eine militärische Struktur hin, die für Soldaten zum Wohnen und Arbeiten ausgelegt war.
Der Ort ist zu Fuß von den umliegenden Dörfern erreichbar, liegt aber fernab von großen Verkehrswegen. Das Terrain ist hügelig und kann bei Regen schlammig werden, daher sind festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung ratsam.
Ausgrabungen in den 1890er Jahren durch die Reichs-Limes-Kommission offenbarten, dass die Soldaten in hölzernen Gebäuden wohnten, nicht in Steinbauten. Diese Holzbauten haben keine Spuren hinterlassen, außer Tonresten und Asche, die in der Erde eingebettet sind.
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