Truppenübungsplatz Ohrdruf, Militärischer Übungsplatz in Gotha und Ilm-Kreis, Deutschland.
Der Truppenübungsplatz Ohrdruf erstreckt sich über mehrere hundert Hektar vielfältiges Gelände in den Landkreisen Gotha und Ilm-Kreis in Thüringen, mit Erhebungen bis zu 500 Meter über Normalnull einschließlich der Hügel Kalahari-Berg und Musketierberg.
1871 gegründet, diente diese militärische Einrichtung während des Ersten Weltkriegs als Kriegsgefangenenlager für Tausende französischer, belgischer, polnischer, russischer, rumänischer und portugiesischer Soldaten und wurde später 1944 zu einem von der SS betriebenen Konzentrationslager-Außenlager.
Das Gelände beherbergt heute mehrere Gedenkstätten einschließlich eines Soldatenfriedhofs aus dem Ersten Weltkrieg und Gedenksteine für Opfer nationalsozialistischer Verbrechen, mit regelmäßigen Zeremonien und Bildungsprogrammen zur Förderung historischen Bewusstseins und der Toleranz.
Der Zugang zum Übungsplatz ist auf militärisches Personal und autorisierte Besucher beschränkt, mit gelegentlichen Führungen für Bildungsgruppen nach vorheriger Vereinbarung über offizielle militärische Kanäle.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden Gefangene gezwungen, geheime unterirdische Tunnel im nahegelegenen Jonastal-Gebiet mit primitiven Werkzeugen auszugraben, als Teil eines geheimen Naziprojekts, das bis heute weitgehend undokumentiert bleibt.
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