Elsterwerda-Grödel-Floßkanal, Floßkanal in Elsterwerda, Deutschland.
Der Elsterwerda-Grödel-Floßkanal ist ein künstlich geschaffener Wasserlauf in Sachsen, der sich über etwa 21 Kilometer von der Pulsnitz bei Elsterwerda bis zur Elbe nahe Grödel erstreckt. Das Bauwerk verfügt über mehrere Ausweichstellen für die einstige Binnenschifffahrt und wird heute von Anglern und Naturfreunden genutzt.
Der Kanal wurde ab 1742 unter Kurfürst Friedrich August II. angelegt, um Holz aus den Wäldern bei Elsterwerda zur Versorgung Dresdens zu transportieren. Bis zur Schließung 1942 spielte er eine zentrale Rolle im Holzhandel der Region.
Der Kanal prägt bis heute das Landschaftsbild der Region und wird von Anwohnern als wichtiger Ort für Erholung und Naturbeobachtung genutzt. Menschen verbringen Zeit an den Ufern zum Angeln oder für Spaziergänge entlang des Wasserlaufs.
Der Kanal ist heute frei zugänglich und bietet gute Möglichkeiten zum Angeln auf Hecht, Barsch, Aal und Brassen an ausgewiesenen Stellen. Die flachen Ufer ermöglichen einfache Zugänge, und das Gebiet ist das ganze Jahr über begehbar.
In den 1960er bis 1990er Jahren diente der Kanal als Bewässerungssystem für die Landwirtschaft, mit großen Sprinkleranlagen, die die angrenzenden Felder wässerten. Diese Nutzung ist heute nicht mehr sichtbar, zeigt aber die Anpassungsfähigkeit des Kanals an verschiedene Zwecke über die Jahrhunderte hinweg.
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