Erfurt-Formation, Geologische Formation bei Erfurt, Deutschland.
Die Erfurt-Formation ist eine Abfolge von Sedimentgesteinen aus der Trias, die sich über Teile Deutschlands erstreckt. Sie besteht aus wechselnden Schichten von Ton-, Silt- und Sandstein sowie Dolomit, Kohle, Salzgestein und Gips.
Diese Schichtfolge entstand während der Trias vor etwa 250 Millionen Jahren und wurde erst 1830 von Franz Xaver Hofmann wissenschaftlich definiert. Seitdem dient die Bildung als Standardreferenz für das Verständnis der Triaszeit in Deutschland.
Die Formation enthält zahlreiche Wirbeltierfossilien, darunter vollständige Skelette von Batrachotomus, Mastodonsaurus und verschiedenen Fischarten, die bei Kupferzell entdeckt wurden.
Die Formation verteilt sich auf Baden-Württemberg und Thüringen und variiert in ihrer Mächtigkeit erheblich zwischen weniger als 20 und über 700 Metern. An vielen Stellen fungiert sie als Grundwasserleiter und prägt die hydrogeologischen Verhältnisse der Region.
An verschiedenen Orten wie Kupferzell wurden in dieser Formation Skelette ausgestorbener Tiere entdeckt, darunter die schwimmenden Krokodile Batrachotomus und riesige Salamander Mastodonsaurus. Diese Fossilien zeigen, dass hier vor Millionen Jahren tropische Süßwasserseen existierten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.