Floßgraben bei Schlema, Flößkanal in Erzgebirgskreis, Deutschland.
Der Floßgraben bei Schlema ist ein Wasserleitungssystem, das sich etwa 15 Kilometer durch Wälder und Wiesen erstreckt und mit Natursteinufern ausgebaut ist. Das Gelände zeigt Infrastrukturen zur Wasserkontrolle und wird heute von Wanderwegen begleitet, die die gesamte Strecke durchlaufen.
Der Bau dieses Kanalsystems begann 1556 unter der Leitung des Vermessers Christoph Kunzmann, um Holz zu den Bergwerken und Hütten zu transportieren. Das Projekt folgte wissenschaftlichen Berechnungen und wurde später UNESCO-Welterbe, da es ein Beispiel für präzise mittelalterliche Ingenieurskunst darstellt.
Der Kanal wird heute von Wanderern und Radfahrern genutzt, die das Gelände erkunden und die historische Ingenieurskunst in der Landschaft erfahren. Die Wege entlang des Wasserlaufs sind Teil des alltäglichen Umgangs der Region mit ihrem bergbaulichen Erbe.
Ein markierter Wanderweg führt entlang des gesamten Kanals von Rechenhaus in Albernau zum Kurpark Bad Schlema und ist für Besucher leicht zugänglich. Der Weg verläuft teilweise ebenerdig, teilweise über Anhöhen und bietet mehrere Einstiege, sodass man flexibel eine kürzere oder längere Strecke wählen kann.
Das Wassersystem verläuft über Eisenbahntunnel und bewältigt einen Höhenunterschied von etwa 70 Metern mithilfe von Berechnungen aus dem 16. Jahrhundert, die ohne moderne Vermessungstechnik ausgekommen sind. Die Genauigkeit dieser frühen mathematischen Planung wird heute noch von Besuchern staunend wahrgenommen, die die Funktionalität des Systems erfassen.
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