Schürstabhaus, Architekturdenkmal in der Sebalder Altstadt, Nürnberg, Deutschland.
Das Schürstabhaus ist ein vier bis fünf Geschosse hohes Stadtpalais neben der Sebalduskirche mit einem spitzbogigen Portal auf der Westseite. Die Fassade zeigt unterschiedliche Geschosshöhen und war ursprünglich als zwei getrennte Häuser angelegt.
Das Haus entstand aus zwei separaten Gebäuden aus dem 12. Jahrhundert, die 1482 von Carl Schwerzer zu einer Struktur vereinigt wurden. Bei dieser Umgestaltung fügte er eine Hauskapelle hinzu und prägte damit das Erscheinungsbild des Baudenkmals nachhaltig.
Das Haus zeigt spätgotische Wandmalereien in den oberen Geschossen und filigrane Holzschnitzereien aus dem 14. Jahrhundert. Diese Arbeiten geben einen Eindruck davon, wie geschickt die Nürnberger Handwerker ihre Kunstfertigkeit in Wohnräume einbrachten.
Das Gebäude befindet sich in der Nürnberger Altstadt nahe der Sebalduskirche und ist leicht über die engen Gassen des Sebaldviertels zu erreichen. Heute wird das denkmalgeschützte Haus als Veranstaltungsort genutzt, daher ist ein vorheriger Besuch ratsam, um die genauen Öffnungsbedingungen zu erfragen.
Ein spätgotisches Bildwerk der Maria mit Kind aus dem Jahr 1482 schmückt die südwestliche Ecke des Hauses, während das Original heute im Germanischen Nationalmuseum bewahrt wird. Dieses Kunstwerk zeigt die hohe künstlerische Ambition der Besitzerfamilie und verdeutlicht, wie bedeutend dieses Haus in der mittelalterlichen Stadt war.
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