Fürstengrab von Gommern, Germanische Grabkammer aus dem 3. Jahrhundert in Gommern, Deutschland
Das Fürstengrab von Gommern ist eine Grabkammer aus dem 3. Jahrhundert, die aus Holz gebaut war und etwa 2 mal 3 Meter groß. Die Kammer enthielt die sterblichen Überreste eines hochstehenden Mannes zusammen mit wertvollen Objekten aus Gold, Silber, Bronze und Glas.
Der Platz wurde 1990 entdeckt und enthielt einen Mann, der etwa 25 bis 30 Jahre alt war und um 250 n.Chr. starb. Seine Bestattung mit so wertvollen Objekten zeigt, dass er eine bedeutende Stellung in der germanischen Gesellschaft innehatte.
Die Grabbeigaben zeigen eine Mischung aus römischen Silbergefäßen und germanischen Objekten wie Bierbehältern und einem schweren Goldring. Diese Kombination deutet auf enge Handelsbeziehungen zwischen der germanischen Bevölkerung und dem Römischen Reich hin.
Der Ort selbst befindet sich in Gommern, doch alle ausgegrabenen Gegenstände sind heute im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle konserviert und ausgestellt. Es ist am besten, das Museum zu besuchen, um die Funde in ihrer ganzen Bedeutung zu verstehen.
Das Schild aus dem Grab besitzt ein Mittelteil aus einem umgearbeiteten römischen Silbergefäß, das zeigt, wie gekonnt germanische Handwerker Materialien verarbeiteten. Diese praktische Wiederverwendung von römischen Objekten war typisch für damalige Handelsnetze.
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