Fürstengrab von Leubingen, Bronzezeitlicher Grabhügel in Sömmerda, Deutschland.
Der Leubingen-Grabhügel ist ein Erdwall aus der Bronzezeit mit einer Höhe von etwa 7 Metern und enthält eine Grabkammer von 3,90 mal 2,10 Metern, die mit Eichenbaumkonstruktionen versehen ist. Die archäologische Sammlung von Werkzeugen und Keramik aus diesem Grab wird heute im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ausgestellt.
Der Grabhügel wurde um 1942 v.Chr. errichtet und durch Ausgrabungen 1877 von Friedrich Klopfleisch wissenschaftlich untersucht. Diese frühe Entdeckung gilt als eine der wichtigsten bronzezeitlichen Grabungen in Mitteleuropa.
Der Hügel war in Mittelalter ein wichtiger Ort für die slawische Gemeinschaft, die hier um das uralte Monument herum ihre Verstorbenen beisetzte. Das Nebeneinander von zwei völlig verschiedenen Begräbnispraktiken zeigt, wie Orte ihre Bedeutung über Jahrtausende hinweg bewahren können.
Der Hügel ist leicht zu erreichen und liegt in offener Landschaft, was ihn von weitem sichtbar macht. Besucher können das Gelände frei erkunden, wobei die Nähe zum nahegelegenen Museum zusätzliche Einblicke in die ausgegrabenen Funde ermöglicht.
Ein Bestatteter wurde mit reichhaltigen Beigaben beerdigt, darunter Goldschmuck und bronzene Geräte, was auf seinen hohen sozialen Status hindeutet. Solch kostbare Funde sind selten und machen diesen Grabhügel zu einem außergewöhnlichen Zeugnis der Gesellschaftsstruktur der Bronzezeit.
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