Gana, Mittelalterliche Burg im Landkreis Meißen, Deutschland
Gana ist eine Burg- und Ausgrabungsstätte im Landkreis Meißen, die auf einem erhöhten Geländestreifen nahe dem Fluss Jahna liegt. Die Anlage ist von Erdwällen und Gräben umgeben, die noch heute den Umriss der ehemaligen Befestigung erkennen lassen.
Im Jahr 929 belagerte König Heinrich I. die slawische Burg der Glomatzen und nahm sie nach etwa zwanzig Tagen ein. Diese Einnahme öffnete den Weg zur deutschen Herrschaft über die Gegend östlich der Elbe.
Der Name Gana geht auf slawische Wurzeln zurück und ist bis heute mit dem Erbe der Glomatzen verbunden, einem westslawischen Stamm, der diese Gegend bewohnte. Wer den Ort besucht, spürt, wie eng deutsche und slawische Geschichte in dieser Region miteinander verwoben sind.
Die Überreste liegen im Freien und sind ohne befestigte Wege zugänglich, weshalb festes Schuhwerk empfehlenswert ist. Wer die historischen Zusammenhänge besser verstehen möchte, plant am besten ausreichend Zeit für eine geführte Begehung ein.
Nach der Einnahme wurde der Ort zum Mittelpunkt der Marca Geronis, einer Grenzmark, die einen großen Teil des östlichen Sachsens verwaltete. Diese frühe Verwaltungsstruktur legte den Grundstein für die spätere Entwicklung der gesamten Region.
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