Schellenberger Turm, denkmalgeschütztes Gebäude in Marktschellenberg, Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern
Der Schellenberger Turm ist ein Wehturm in Marktschellenberg, Bayern, der aus Stein erbaut wurde und eine quadratische Form mit vier Geschossen aufweist. Die Wände zeigen hochromanische Stilelemente, und das Dach ist mit einer markanten, zeltartigen Spitze gekrönt.
Die Wieße wurde um 1252 errichtet, um die Salzwerke und das Berchtesgadener Stift zu schützen, und war Teil eines Verteidigungssystems zur Kontrolle des Handelsverkehrs. Im 17. Jahrhundert wurde ein Tor hinzugefügt, das als Zollstation diente, und nach der Säkularisierung übernahmen die bayerischen Behörden die Überwachung der Grenze.
Der Name des Turms bezieht sich auf die historische Verbindung zur Region und dem nahe gelegenen Ort Berchtesgaden. Die Lage an dieser wichtigen Handelsroute machte ihn zu einem Ort, an dem Menschen aus verschiedenen Gegenden aufeinandertrafen und ihre Wege kreuzten.
Der Turm befindet sich auf einem Hügel neben der Hauptstraße B305 und ist von Wanderwegen umgeben, die zu Bergzielen wie dem Untersberg und der Schellenberger Eishöhle führen. Die Besichtigung ist nur an besonderen Öffnungstagen möglich, daher sollte man sich vorher bei der Touristeninformation erkundigen.
Ein Grenzstein von 1517 in der Nähe des Turms trägt Inschriften mit guten Wünschen in deutscher Sprache und zeigt, wie lange die Grenzlinie an diesem Ort bereits besteht. Dieser Stein verdeutlicht die tiefe historische Verwurzelung des Ortes im Leben der Region.
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