Hammer, Industriedenkmal in Laufamholz, Nürnberg, Deutschland.
Das Industriegut Hammer ist ein metallverarbeitender Fabrikbetrieb im Stadtteil Laufamholz mit historischen Gebäuden entlang der Pegnitz. Der Komplex besteht aus einem Herrenhaus, Arbeiterwohnungen, Mühlen und Produktionsstätten, die das Aussehen einer früheren Industriesiedlung bewahren.
Die Anlage begann 1372 als Mühle und wurde über Jahrhunderte zu einem Zentrum der Messingherstellung in der Region ausgebaut. Nach 1806 unter bayerischer Herrschaft erreichte sie ihre größte Ausdehnung als eines der bedeutendsten Blechproduzenten Nürnbergs.
Der Industriebetrieb prägte das Leben der Arbeiterfamilien durch eigene Wohnhäuser und Schulen direkt auf dem Gelände. Diese Strukturen zeigen, wie Fabrikbesitzer damals die tägliche Existenz ihrer Beschäftigten organisierten und kontrollierten.
Das Gelände kann ganzjährig begangen werden, doch das Museum für Metallarbeitsgeschichte öffnet nur von Ostern bis Oktober. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da viele Wege zwischen den älteren Gebäuden uneben sind.
Die Metallfolien aus diesem Werk erreichten schon im 18. Jahrhundert Märkte in Asien und genossen großes Ansehen bei europäischen Handwerkern. Die Auszeichnung mit einer Silbermedaille bei der Münchner Industrieausstellung 1834 bestätigte diesen internationalen Ruf.
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