Kolonie, Kulturdenkmal in Zeilsheim, Deutschland.
Die Kolonie ist eine Wohnsiedlung in Frankfurt-West mit Wohngebäuden, die zwischen 1900 und 1925 entstanden. Das Gelände wird durch mehrere Straßen strukturiert und erstreckt sich zwischen den Straßenzügen Pfaffenwiese im Norden und Alt-Zeilsheim im Süden.
Der Bau begann um 1900, als die Farbwerke Hoechst Arbeiterwohnungen für ihre Fabrikbeschäftigten brauchte. Die Siedlung wuchs über mehrere Jahrzehnte und sollte ein alternatives Wohnmodell zu den damals üblichen engen Mietshäusern bieten.
Die Kolonie zeigt Wohnformen aus dem frühen 20. Jahrhundert, wo Arbeiterfamilien in eigenen Häuschen mit Gärten lebten. Dieser Ansatz sollte den Bewohnern mehr Unabhängigkeit geben als typische Mietkasern in der Stadt.
Das Gelände ist gut zu Fuß erreichbar und wirkt überschaubar mit seinen mehreren Straßenzügen. Die interne Straßenstruktur ermöglicht es, das Viertel auf verschiedenen Routen zu erkunden.
Viele der ursprünglichen Häuser hatten kleine Ställe für Hühner oder Kaninchen, mit denen Bewohner ihre Versorgung ergänzten. Diese Praxis war damals völlig normal und zeigt, wie sehr der Alltag der Arbeiter mit Selbstversorgung verbunden war.
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