Neugablonz, Vertriebenenstadt in Kaufbeuren, Deutschland.
Neugablonz ist ein Stadtteil von Kaufbeuren in der Nähe von München, der auf einem ehemaligen Munitionsgelände erbaut wurde. Der Ort besteht aus Wohnhäusern, kleineren Geschäften und zahlreichen Werkstätten für die Herstellung von Schmuck und Bijouterie-Produkten.
Der Bezirk entstand 1946, als Vertriebene aus der böhmischen Glasregion Gablonz hierher kamen und eine neue Gemeinschaft gründeten. Diese Ankömmlinge brachten ihre handwerklichen Fähigkeiten mit, was die Schmuckindustrie vor Ort prägte.
Der Ort wird von Besuchern häufig als Siedlung wahrgenommen, die von Menschen geprägt ist, die ihre Heimat verlassen mussten und hier neu anfingen. Die Schmuckwaren-Handwerk, die man überall sieht, erzählt von Fähigkeiten und Fertigkeiten, die aus einer anderen Region mitgebracht wurden und bis heute fortleben.
Besucher finden hier viele kleine Läden und Werkstätten, in denen man Schmuck und handwerkliche Produkte erwerben kann. Der Bezirk ist gut zu Fuß erreichbar und bietet mehrere Cafés und Restaurants für eine Pause.
Im Gegensatz zu vielen anderen Neugründungen war dieser Ort von Anfang an mehr als eine reine Unterkunftslösung – viele Bewohner setzten ihre Berufe fort und machten die Schmuckherstellung zur tragenden Säule der lokalen Wirtschaft. Dieses Handwerk hat sich über Jahrzehnte erhalten und ist bis heute ein zentrales Merkmal des Ortes.
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