Johanniskirche, Kirchengebäude in Brackenheim, Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg
Die Johanniskirche ist ein Kirchengebäude aus dem 13. Jahrhundert, das sich auf der südlichen Seite Brackenheims befindet und von massiven Steinmauern geprägt ist. Im Inneren finden sich gotische Elemente wie spitzbogige Fenster im Chor, Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert mit biblischen Szenen sowie alte Grabsteine aus mehreren Jahrhunderten.
Die Johanniskirche wurde um 1210 erbaut und erste urkundlich 1246 erwähnt, möglicherweise auf dem Gelände eines älteren Heiligtums oder als Taufkirche für die benachbarte Martinskirche. Als die Magenheim-Familie ihren Einfluss verlor, kam die Kirche im 14. Jahrhundert unter württembergische Herrschaft und wurde um 1480 der Universität Tübingen übertragen.
Die Johanniskirche ist nach Johannes dem Täufer benannt und prägt seit Jahrhunderten das Leben in Brackenheim. Sie war einst der Hauptort für Trauungen und Beerdigungen der Familie von Magenheim und bleibt bis heute ein Ort der Erinnerung für die Einwohner.
Die Johanniskirche steht südlich des Stadtzentrums in einer ruhigen Lage neben dem Friedhof und ist von Weinbergen und Feldern umgeben. Der Zutritt ist nicht immer möglich, da die Kirche nur zu Gottesdiensten und besonderen Anlässen geöffnet ist; informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die aktuellen Öffnungszeiten.
Über dem ehemaligen Eingang der Kirche befand sich eine Darstellung einer Fruchtbarkeitsgöttin, ein ungewöhnlicher Fund, der auf vorchristliche Wurzeln des Ortes hindeutet. Zudem soll in der kleine Sakristei an der Nordseite ein türkischer Offizier namens Sadok Seli Soltan begraben liegen, der in den frühen 1300er Jahren getauft und beigesetzt wurde.
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