Schloss Noschkowitz, Renaissanceschloss in Ostrau, Deutschland
Schloss Noschkowitz ist ein rechteckiges Herrenhaus in Ostrau im Landkreis Mittelsachsen, das gotische, Renaissance- und Barockbauelemente vereint. Es verfügt über einen Treppenturm, unterschiedliche Dachformen und mehrgeschossige Flügel.
Die Anlage wurde erstmals 1239 als Adelssitz erwähnt und entwickelte sich aus einer Wasserburg. Mehrere Adelsfamilien, darunter die Familie Lauterbach, haben das Gebäude im Laufe der Jahrhunderte umgestaltet.
Der Schriftsteller Martin Opitz lebte hier nach seiner Flucht aus Schlesien, als religiöse Verfolgung ihn zur Emigration zwang. Seine Anwesenheit macht das Schloss zu einem seltenen literarischen Ort in einer ansonsten ländlichen Umgebung.
Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist nicht für Besucher zugänglich. Von außen lässt sich das Gebäude vom Ortsweg aus gut betrachten, da laufende Renovierungsarbeiten das äußere Erscheinungsbild verändern können.
Im Erdgeschoss des Gebäudes befinden sich Wandzeichnungen, die möglicherweise Szenen aus regionalen Befreiungskämpfen oder Porträts lokaler Adliger darstellen. Ihre genaue Bedeutung ist bis heute nicht geklärt.
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