Jägerkaserne, Militärkaserne in Arnsberg, Deutschland.
Die Jägerkaserne ist ein ehemaliger Militärkomplex, der sich über etwa 18 Hektar an der südlichen Kante des Alt-Arnsberg-Viertels erstreckt und Bauelemente aus der Zeit der 1930er Jahre aufweist. Das Gelände ist heute ein Wohngebiet mit über 200 Bauplätzen für Einfamilienhäuser.
Die Kaserne wurde 1935 als Infanterie-Standort der Wehrmacht erbaut und diente später amerikanischen Streitkräften, bevor sie von 1946 bis 1994 als belgisches Militärlager Quartier Reigersvliet fungierte. Nach dem Abzug der belgischen Truppen wurde das Gelände in ein Wohnprojekt umgewandelt.
Neben dem Kasernengelände befindet sich eine kniende Schützen-Statue aus dem Jahr 1937, die von dem Künstler Hubert Nietsch geschaffen wurde und die militärische Vergangenheit des Ortes repräsentiert. Diese Skulptur zeigt die künstlerische Tradition, die während der Nutzungszeit des Komplexes gepflegt wurde.
Das ehemalige Kasernengelände ist heute durchgehend als normales Wohngebiet zugänglich und bietet wie jedes andere Viertel Wege und öffentliche Bereiche zum Erkunden. Besucher können das Gelände frei begehen, um die Integration des Ortes in die Stadt und die vorhandenen historischen Spuren zu sehen.
Eine Glocke, die ursprünglich an einer beleuchteten Außenuhr der Kaserne hing, wurde nach Jahrzehnten aus den Ruhrauen geborgen und befindet sich heute auf dem Friedhof Neue Eichholzfriedhof. Dieses Objekt erinnert an die alltäglichen Gegenstände, die von der Militärnutzung des Ortes zeugen.
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