Schloss Daubitz, Kulturerbe Schloss in Rietschen, Deutschland
Schloss Daubitz ist ein rechteckiges, zweistöckiges Barockschloss mit neun Fensterachsen und einem Mansarddach mit Dachgauben auf der Hofseite. Das Gebäude bewahrt seinen ursprünglichen Grundriss und seine charakteristischen architektonischen Details aus der Barockzeit.
Das Schloss wurde 1720 auf den Grundmauern eines früheren Wasserschlosses errichtet und kam dadurch an den Ort einer älteren Befestigung. Die Familie von Rackel besaß das Anwesen ab 1381, wobei die Dynastie einen großen Teil der mittelalterlichen Geschichte dieser Gegend prägte.
Das Sandsteinportal zeigt Wappen von Christian August von Ziegler und Klipphausen sowie seiner Frau Johanna Charlotte Tugendreich, die auf die aristokratische Vergangenheit des Ortes hinweisen. Diese heraldischen Zeichen erzählen von den Familien, die hier über Generationen hinweg lebten und das Schloss prägten.
Das Gebäude ist seit 1993 unbewohnt, nachdem es in der Nachkriegszeit als Kinderheim genutzt wurde und dabei sein Inneres verändert hat. Besucher sollten bedenken, dass das Schloss von außen besichtigt werden kann, während das Innere nicht zugänglich ist.
Das Anwesen umfasst ein intaktes Ensemble aus Herrenhaus, Innenhof und einem englischen Landschaftspark, der von der nahegelegenen Fürst-Pückler-Park Bad Muskau beeinflusst wurde. Diese seltene Kombination von Gebäude und Park zeigt, wie Barockgüter in der Region geplant und gestaltet wurden.
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