Petershöhle bei Hartenstein, Horizontalhöhle in Hartenstein, Deutschland.
Die Petershöhle bei Hartenstein ist eine waagerechte Höhle, die sich etwa 70 Meter in die Erde erstreckt und mehrere Kammern durch kurze Gänge verbindet. Der Eingang misst etwa 8 mal 5 Meter und befindet sich in einer Höhe von etwa 491 Metern.
Menschen und Höhlenbären lebten hier vor etwa 90.000 Jahren, wie Funde von Steinwerkzeugen und Überresten zeigen. Zwischen 1914 und 1928 gruben Forscher systematisch aus und legten bedeutende archäologische Schichten frei.
Die Höhle war über Jahrtausende hinweg ein Unterschlupf für Menschen und Tiere, was sich in den Wandmalereien und Spuren widerspiegelt, die Besucher heute noch sehen können. Diese Zeugnisse zeigen, wie die frühen Bewohner diesen Ort nutzten und sich an die Umgebung anpassten.
Die Höhle ist das ganze Jahr über zugänglich, aber von Oktober bis April geschlossen, um Fledermäuse zu schützen, die dort überwintern. Besucher sollten warme Kleidung und gutes Schuhwerk mitbringen, da es im Inneren kühl und feucht ist.
Forscher entdeckten in der Höhle Überreste von mindestens 2.000 Höhlenbären zusammen mit Spuren von Neanderthalern, was diesen Ort zu einem seltenen Zeugnis der Koexistenz verschiedener Arten machte. Solch umfangreiche Sammlungen aus einer einzigen Höhle sind in Mitteleuropa ungewöhnlich.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.