Rheingauwall, Stadtbefestigungen des 19. Jahrhunderts in Mainz, Deutschland.
Der Rheingauwall ist eine Befestigungsanlage aus dem 19. Jahrhundert, die sich vom Hartenberg-Münchfeld-Viertel bis nach Mombach erstreckt. Die Festungsanlage folgte einem geometrischen Muster mit rechteckigen Strukturen statt traditioneller Bastionen.
Die Befestigungsanlage entstand zwischen 1872 und 1879 als Ergebnis von Verhandlungen zwischen Mainzer Behörden und dem Militär nach dem Deutsch-Französischen Krieg. Sie verband sich mit der älteren Stadtverteidigungsanlage an der Bastion Alexander und endete bei einem neuen Rheinforts.
Das Befestigungssystem umfasste mehrere militärische Strukturen, darunter Fort Hartenberg, Fort Hartmühl und den Kavalier Prinz Holstein mit ihren architektonischen Elementen.
Der Ort ist zu Fuß erreichbar und verläuft durch überwiegend bebaute Gebiete der Stadt. Die Struktur der Befestigungsanlage ist heute noch teilweise in der Topografie des Viertels erkennbar, auch wenn die ursprüngliche Mauer bereits abgerissen wurde.
Nach dem Abriss 1904 entstanden auf dem Gelände ein Industriegebiet und später das Universitätsklinikum ab 1911. Die Wiedernutzung des Platzes zeigt, wie die Stadt alte Verteidigungsstrukturen in moderne Infrastruktur verwandelte.
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