Saupark Springe, Jagdgehege in Springe, Deutschland
Der Saupark ist ein eingezäuntes Jagdgelände in Springe nahe dem Kleinen Deister mit einer Gesamtfläche von etwa 14 Quadratkilometern. Eine massive Kalksteinmauer, zwei Meter hoch und 60 Zentimeter breit, umgibt das gesamte Areal auf einer Länge von etwa 16 Kilometern.
Das Jagdgebiet entstand nach einer gerichtlichen Entscheidung, die König Wilhelm IV. verpflichtete, Wildbestände zu reduzieren und ein eingezäuntes Jagdrevier anzulegen. Die Anlage wurde später zu einem bevorzugten Jagdplatz der preußischen Herrscher.
Das Gelände war lange Zeit Jagdrevier der hannoverschen Könige, bevor es 1866 unter preußische Herrschaft kam und Kaiser Wilhelm II. es für königliche Jagdveranstaltungen nutzte. Die Tradition der Jagd prägte das Gebiet über Generationen und machte es zu einem Ort der Macht und Herrschaft.
Zwei Straßen durchkreuzen das Areal und bieten Zugang für Fahrzeuge, während Zäune verhindern, dass Wildtiere die Wege kreuzen. Besucher sollten beachten, dass das Gelände mit Schutzmaßnahmen für die Tierpopulation ausgestattet ist.
Die Kalksteinmauer, aus lokalem Jura-Kalkstein erbaut, ist das längste Denkmal in Niedersachsen und zieht sich über das gesamte Gelände. Mit ihrer beeindruckenden Länge und Konstruktion gilt sie als bemerkenswerte Ingenieurleistung des 19. Jahrhunderts.
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