Schloss Putzar, Herrenhaus in Boldekow, Deutschland.
Schloss Putzar besteht aus zwei unterschiedlichen Gebäuden: dem Ulrichsbau aus Feldsteinen und dem Joachimsbau aus roten Ziegeln, beide heute als Ruinen erhalten. Die Anlage liegt in einem großen Landschaftspark mit Lindenalleen und Kastanienbäumen beim Eingang.
Im Jahr 1306 vereinbarten Herzöge aus Pommern und Mecklenburg, statt eines Schlosses eine befestigte Residenz in Putzar zu errichten. Diese Entscheidung prägte das Gelände als Adelssitz für die kommenden Jahrhunderte.
Die Familie von Schwerin prägte das Anwesen über Generationen hinweg und nutzte es als Adelssitz mit angebundener Landwirtschaft. Heute lassen sich in der Parkanlage noch die Spuren dieser ländlichen Tradition erkennen.
Die Ruinen sind Teil einer gepflegten Parkanlage, die Besuchern freien Zugang bietet und zahlreiche Wanderwege zwischen den Bäumen hat. Am besten erkundet man das Gelände zu Fuß, um beide Gebäude vollständig zu sehen und die Umgebung auf sich wirken zu lassen.
Die beiden Gebäude erfuhren drastische Umgestaltungen im 18. Jahrhundert: 1743 erhielt der Joachimsbau eine zusätzliche Etage, während dem Ulrichsbau 1785 das Obergeschoss entfernt wurde. Diese baulichen Veränderungen zeigen, wie unterschiedlich die beiden Teile der Anlage im Laufe der Zeit behandelt wurden.
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