Schloss Schlenderhan, Architekturdenkmal in Quadrath-Ichendorf, Bergheim, Deutschland.
Schloss Schlenderhan ist ein Herrenhaus im späten Barockstil mit einem ungewöhnlichen doppelten Hufeisengrundris, das in Bergheim, Nordrhein-Westfalen, liegt. Es steht abseits des nächsten Dorfes und ist von Ziergräben, Nebengebäuden und alten Wirtschaftsanlagen umgeben.
Das Gut wurde im frühen 11. Jahrhundert dem Kloster Brauweiler geschenkt und bildete über Jahrhunderte einen Wirtschaftshof der Abtei. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde es zu einem repräsentativen Barockensemble umgebaut, das seinen heutigen Charakter erhielt.
Das Schloss ist vor allem für seine Verbindung zum Pferderennsport bekannt: Die dazugehörigen Ställe zählen zu den traditionsreichsten Rennpferdegestüten Deutschlands. Wer das Gelände besucht, kann die gepflegten Stallgebäude und die weitläufigen Koppeln rund um das Herrenhaus wahrnehmen.
Das Gelände lässt sich auf den Wegen rund um die Gebäude gut zu Fuß erkunden, festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Da das Anwesen noch in Betrieb ist, sind nicht alle Bereiche für Besucher zugänglich.
Einer der alten Türme des ursprünglichen Wasserburg-Komplexes stürzte in den 1940er Jahren in einen benachbarten Braunkohletagebau ein. Diese Geschichte zeigt, wie tief der Bergbau in die Landschaft und die gebaute Geschichte der Region eingriff.
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