Untere Papiermühle, Historische Papiermühle in Treuchtlingen, Deutschland
Die Untere Papiermühle ist ein zweistöckiges Gebäude mit Satteldach an der Grenze zwischen dem Schambach-Tal und dem Altmühl-Tal, östlich von Treuchtlingen gelegen. Die Konstruktion nutzt die natürliche Wasserkraft der beiden Täler zur Papierherstellung.
Ein französischer Hugenotte namens Jacob Christoph Quinat erwarb die Mühle 1749 und ließ das heutige Gebäude zwischen 1764 und 1765 errichten. Die Papiermühle blieb unter seiner Familie bis 1786 in Betrieb und prägte damit über mehrere Jahrzehnte die Papiererzeugung in der Region.
Das Gebäude trägt ein Wappenschild des Heiligen Georg mit den Initialen von Quinat. Die hier gefertigten Papiere wurden mit seinem Wasserzeichen 'IC Q' versehen, das Handwerk und Herkunft für jeden erkennbar machte.
Das Gelände befindet sich auf 422 Metern Höhe in einer landschaftlich reizvollen Gegend zwischen zwei Tälern. Besucher sollten beachten, dass das Gebiet leicht zugänglich ist, aber festes Schuhwerk wird für die hügelige Umgebung empfohlen.
Die Mühle benötigte jährlich etwa 500 Zentner Lumpen zur Papierherstellung, die von lokalen Händlern angeliefert wurden. Ein Lumpenhändler aus dem nahegelegenen Möhren belieferte die Fabrik regelmäßig und zeigte, wie eng die Versorgungsketten in der Region verflochten waren.
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