Versmolder Bruch, Naturschutzgebiet in Versmold, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Das Versmolder Bruch ist ein großes Schutzgebiet südlich von Versmold mit Feuchtwiesen, offenen Feldern und kleinen Seen. Die Landschaft besteht aus zwei unterschiedlichen Teilen: der westliche Bereich ist offen mit vereinzelten Bäumen und Büschen, während der östliche Teil dichter mit Erlenbruchwäldern, Weiden und wilden Sträuchern bewachsen ist.
Das Gebiet war bereits im 13. Jahrhundert bekannt und war ursprünglich von Erlenbruchwäldern und häufigen Überschwemmungen geprägt. Im 20. Jahrhundert führte die Begradigung der Bäche zur Austrocknung, bis das Gebiet 1990 unter Naturschutz gestellt und später durch Anlage von Wasserflächen wieder renaturiert wurde.
Das Gebiet zeigt, wie Menschen und Natur zusammenleben können. Landwirte bewirtschaften die Wiesen auf sanfte Weise, und Galler-Rinder halten die Flächen offen, indem sie Vegetation fressen - ein altes Verfahren, das heute zur Naturpflege dient.
Im Gebiet gibt es einen Rundweg und einen Aussichtsturm an der Wiesenstraße, von dem aus man Vögel und Landschaft beobachten kann. Besucher sollten auf den Wegen bleiben und die Nistgebiete nicht betreten, um die brütenden Vögel und ihre Jungen nicht zu stören.
Das Gebiet wurde nach seiner Unterschutzstellung künstlich um 28 Wasserstellen erweitert, die nun wichtige Lebensräume für Libellen und Watvögel bilden. Besonders bemerkenswert ist das Vorkommen von über 25 Libellenarten, von denen drei auf der Roten Liste Nordrhein-Westfalens stehen.
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