Villenkolonie Gern, Architektonisches Denkmal in Neuhausen-Nymphenburg, Bayern, Deutschland
Die Villenkolonie Gern ist eine Wohnsiedlung nördlich des Nymphenburg-Kanals zwischen mehreren Straßen in München-Neuhausen-Nymphenburg. Sie besteht aus Reihenvillen mit Vorgärten, die nach einem geplanten Konzept angeordnet sind und einen zusammenhängenden Wohnkomplex bilden.
Die Siedlung wurde 1892 von Entwickler Jakob Heilmann gegründet, um Wohnraum für Bürgerfamilien und Künstler zu schaffen, die nach München zogen. Nach der Eingemeindung 1899 etablierte sich das Viertel als bekanntes Künstlerviertel mit starker künstlerischer Prägung.
Die Künstlerkolonie zog Maler und Bildhauer an, die sich hier zwischen Ende des 19. und frühem 20. Jahrhundert niederließen und das Viertel prägten. Diese künstlerische Präsenz hat dem Ort einen besonderen Charakter gegeben, der bis heute in den Straßennamen und der Art sichtbar ist, wie die Häuser und Gärten gepflegt werden.
Das Wohnviertel ist leicht zu Fuß erkundbar und bietet einen ruhigen Ort zum Spaziergang mit Blicken auf die verschiedenen Villentypen. Die Nähe zum Nymphenburg-Kanal und zu Parks macht das Erkunden der Umgebung angenehm, besonders wenn man die Architektur und die Gartengestaltung betrachten möchte.
Viele Straßennamen im Viertel sind nach berühmten Künstlern benannt und dokumentieren die künstlerische Geschichte des Ortes. Diese Straßennamen sind heute ein sichtbares Zeichen für die starke Verbindung zwischen dem Ort und der Kunstszene, die ihn geprägt hat.
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