Fossillagerstätte Geiseltal, Paläontologische Fundstätte in Braunsbedra, Deutschland.
Geiseltal ist eine paläontologische Fundstätte in Braunsbedra, Sachsen-Anhalt, die zu den bedeutendsten Fossilfundstellen Mitteleuropas zählt. Die Funde stammen aus Braunkohleflözen und umfassen Pflanzen, Insekten sowie Knochen von Wirbeltieren aus dem mittleren Eozän.
Die wissenschaftliche Erforschung des Gebiets begann in den 1920er Jahren, als die Universität Halle-Wittenberg systematische Ausgrabungen startete, während in der Region schon seit dem späten 17. Jahrhundert Kohle abgebaut wurde. Der jahrzehntelange Abbau legte dabei unbeabsichtigt Fossilien frei, die sonst verborgen geblieben wären.
Der Name Geiseltal leitet sich vom Fluss Geisel ab, der das Gebiet einst durchfloss, bevor der Kohleabbau die Landschaft veränderte. Heute können Besucher an einigen Stellen noch Gesteinsschichten sehen, die die verschiedenen Epochen des Ortes sichtbar machen.
Das Gelände ist zu Fuß begehbar, festes Schuhwerk ist aber empfehlenswert, da der Untergrund uneben sein kann. Ein Besuch des Geiseltalmuseums in Halle ist sinnvoll, um die geborgenen Funde im Zusammenhang zu sehen.
1933 wurde hier ein vollständiges Skelett von Propalaeotherium entdeckt, einem frühen Vorfahren des heutigen Pferdes, der etwa so groß wie ein Hund war. Dasselbe Gebiet lieferte auch Überreste von urzeitlichen Krokodilen und frühen Vögeln, was auf ein damals tropisches Klima hindeutet.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.