Diakonissenmutterhaus Eisenach, Bauwerk in Deutschland
Das Diakonissenstift Eisenach ist ein Gebäudekomplex an der Nordostecke des Karlsplatzes, der sich um die Nikolaikirche gruppiert und auch historische Bauteile einschließt. Der heutige Bau entstand zwischen 1933 und 1935, wurde in den 1990er Jahren um eine Erweiterung an der Ecke Nikolaistraße und Schillerstraße ergänzt und dient als Wohnheim und Verwaltungssitz der Evangelisch-Lutherischen Diakonissenhaus-Stiftung.
Die Wurzeln gehen auf das Jahr 1872 zurück, als Anna von Eichel die Eisenacher Diakonissen-Stiftung gründete und zunächst eine kleine Krankenpflegestation betrieb. Nach dem Kauf eines ehemaligen Benediktinerklosters 1876 wuchs die Organisation, eröffnete 1896 ein Krankenhaus und baute 1933 bis 1935 das heutige Hauptgebäude als Wohnheim und Verwaltungszentrum.
Das Gebäude war lange Zeit das Zentrum einer Gemeinschaft von Diakonissen, Frauen die sich der Krankenpflege und Unterstützung bedürftiger Menschen widmeten. Heute ist es ein Ort, an dem Gläubige zusammenkommen, Gottesdienste feiern und sich austauschen, und es empfängt Pilger auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela.
Das Gelände liegt zentral am Karlsplatz unweit der Nikolaikirche und ist vom Stadtzentrum leicht erreichbar. Besucher können die Außenanlagen ansehen und an regelmäßigen Gottesdiensten teilnehmen oder das Gästehaus als Rastplatz nutzen, insbesondere Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela.
Ein Denkmal vor dem Gebäude aus dem Jahr 1926 ehrt Ärzte, die im Ersten Weltkrieg fielen und deren Namen und Dienste damit in der Stadtlandschaft präsent bleiben. Der Ort ist auch eine Ruhestation auf der wieder aktivierten Pilgerroute von Görlitz nach Vacha, wo Besucher mit den Schwestern sprechen und beten können.
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