Schloss Hainhofen, Barockschloss in Neusäß, Deutschland
Schloss Hainhofen ist ein Barockschloss in Neusäß mit einem vierstöckigen Hauptgebäude und Walmdach sowie einem angegliederten klassischen Langbau. Die beiden Teile sind durch einen Verbindungsgang miteinander verbunden und bilden zusammen eine komplexe Schlossanlage.
Die ursprüngliche Wasserburg wurde 1582 umgebaut, als Anton Fugger das Anwesen erwarb und ein Renaissanceschloss mit Ober- und Untergebäude schuf. Der Langbau erhielt zwischen 1760 und 1780 seine endgültige Form mit zusätzlichen architektonischen Elementen.
Die Kapelle in der westlichen Ecke des Erdgeschosses stammt aus dem Jahr 1854 und zeigt das Wappenschild der Familie Rehlingen. Sie bietet einen Einblick in die persönlichen Ausdrücke des Glaubens der ehemaligen Bewohner.
Die private Anlage wurde grundlegend saniert und erhielt 2013 den Denkmalschutzpreis des Bezirks Schwaben für vorbildliche Restaurierungsarbeit. Besucher sollten beachten, dass das Schloss nicht zur Besichtigung offen ist, da es Privatbesitz bleibt.
Der Langbau hat nur zweieinhalb Geschosse unter einem flachen Walmdach, eine ungewöhnliche Gestaltung, die das Gebäude von dem üblicherweise symmetrischen Schlossbau unterscheidet. Diese asymmetrische Lösung zeigt, wie Renaissance- und Barockstile praktisch miteinander verschmolzen wurden.
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