Tomateninseln, Flussinseln in Au am Rhein, Deutschland.
Die Tomateninseln sind drei künstliche Inseln im Rhein zwischen den Kilometer-Positionen 349 und 350 in der Nähe von Au am Rhein. Die Inseln entstanden natürlich beim Rheinausgleichsprojekt und wurden später zu einem wichtigen Schutzgebiet für Vogelbruten umgewandelt.
Die Inseln entstanden 1907 als Ergebnis der Rheinregulierung, als der Bau von Buhnen natürlicherweise zur Inselbildung an der Flussbiegung führte. Diese Ausgleichsmaßnahmen veränderten die Flusslandschaft grundlegend und schufen neue Lebensräume.
Der Name stammt aus einer alten Geschichte von holländischen Seeleuten, die verdorbene Tomaten stromaufwärts wegwarfen, bevor sie Basel erreichten, woraufhin spontan Tomatenpflanzen auf den Inseln wuchsen. Heute erinnert dieser Name an die enge Verbindung zwischen der Wasserstraße und den Menschen, die sie seit Generationen nutzen.
Die Inseln sind von Land aus oder vom Wasser aus zu sehen, bieten aber begrenzte Zugangsmöglichkeiten, da sie als Schutzzone für Wildvögel streng geschützt sind. Die beste Aussicht hat man vom nahe gelegenen Rheinufer oder von einer Flussfahrt aus.
Tomatensamen gelangen durch Abwassersysteme zu den Inseln und keimen dort, da sie die menschliche Verdauung unbeschadet überstehen, was zu spontanem Tomatenwuchs auf den Inseln führt. Dieses Phänomen macht die Inseln zu einem unerwarteten Ort für unbeabsichtigte Landwirtschaft am Fluss.
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