Wentorfer Lohe, Erholungsgebiet und Hochmoor in Wentorf bei Hamburg, Deutschland.
Die Wentorfer Lohe ist ein etwa 240 Hektar großes Naturschutzgebiet östlich von Hamburg zwischen den Gemeinden Wentorf, Reinbek und Wohltorf. Das Gebiet besteht aus einem Mosaik aus Hochmoor, Wiesen, Gewässern und Wäldern, die sich von feuchten Niederungen bis zu höher gelegenen Waldflächen erstrecken.
Das Gebiet war bis 1970 Ackerland, bevor es als Truppenübungsplatz der Panzergrenadierbrigade 16 der Bundeswehr genutzt wurde. Nach dem Ende der Militärnutzung kam es 2011 in den Besitz der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, die es in ein Naturschutzgebiet umwandelte.
Der Name Lohe stammte aus der alten Bezeichnung für Heide- und Moorlandschaften in Norddeutschland. Heute zeugen die offenen Flächen und das Mosaik aus verschiedenen Lebensräumen von dieser historischen Landnutzung.
Ein ausgedehntes Wegenetz ermöglicht Spaziergänge, Joggen und Reiten durch das Gelände, und das Gebiet wird sowohl von Besuchern aus Hamburg als auch von einem angrenzenden Reitzentrum genutzt. Die beste Zeit für den Besuch ist von Mai bis Oktober, wenn die Wege trocken und die Sicht auf die Tier- und Pflanzenwelt am besten ist.
Schäfer bewirtschafteten die Wiesen und Landschaften des Gebiets bis 1982 mit traditionellen Methoden, was zur Erhaltung dieser Landschaftsform beitrug. Nach der Übergabe in den Naturschutz wird heute ein ehrgeiziger Plan umgesetzt, um die Nadelwälder schrittweise in gemischte Laubwälder zu verwandeln.
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