Siebenschlehener Pochwerk, Historische Erzaufbereitungsanlage in Schneeberg, Deutschland
Das Siebenschlehener Pochwerk ist eine Erzaufbereitungsanlage aus dem 18. Jahrhundert in Schneeberg mit mehreren Gebäuden, die durch Schieferdächer und Fachwerkwände geprägt sind. Die beiden großen Wasserräder trieben die Pochwerkzeuge an, die Erze zu feinem Pulver zermalmten.
Die Anlage wurde 1752 gegründet und verarbeitete Kobalterze aus der Region zu feinem Pulver für Farbstoffe. Sie entstand, weil viele kleinere Bergbauschächte nicht die Ausrüstung für Erzverarbeitung hatten.
Der Name stammt vom nahe gelegenen Siebenschlehen, und die Anlage zeigt, wie Facharbeiter hier täglich mit Erzen umgingen und diese verarbeiteten. Man sieht noch heute, wie die Räume zum Waschen, Trocknen und Lagern des Materials angeordnet sind.
Der Zugang ist einfach, die Gelände sind überschaubar und können zu Fuß erkundet werden. Achten Sie auf rutschige Stellen nach Regen und tragen Sie gutes Schuhwerk, besonders wenn Sie die älteren Treppen und Wege nutzen.
Vier unterirdische Kobaltkammern speicherten Erze aus verschiedenen Bergwerken, bis sie verarbeitet wurden, was ein ausgeklügeltes Lagersystem für den Farbstoffhandel dieser Zeit zeigt. Diese Struktur machte den Ort zu einem Umschlagplatz zwischen den Minen und den Farbstoffherstellern.
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