Mou-lang, Chinesisches Dorf im Bergpark Wilhelmshöhe, Deutschland
Mou-lang ist ein erhaltenes chinesisches Dorf mit dreizehn Bauwerken, darunter eine Pagode, die sich entlang der südöstlichen Kante des Bergparks an der Mulangstraße erstrecken. Die Gebäude zeigen die handwerkliche Ausführung mit Holzwänden, Strohdächern und Details, die fernöstliche Bauelemente nachahmen.
Der Landgraf Friedrich II. gründete Mou-lang 1781 als Gartenanlage mit chinesischen Elementen, inspiriert von William Chambers' theoretischen Werken zur asiatischen Landschaftsgestaltung. Das Projekt war Teil der europäischen Aufklärung, die fremde Kulturen durch architektonische Experimente erforschen wollte.
Der Ort verkörpert die europäische Begeisterung für chinesische Ästhetik des Rokoko, sichtbar in den hölzernen Häusern mit Strohdächern und metallischen Verzierungen.Die Bauweise zeigt, wie Landgraf Friedrich II. exotische Architektur in seinen Herrschaftsbereich integrierten und damit ein anderes Verständnis von Schönheit und Gartenkunst ausdrückten.
Die Häuser liegen entlang eines Fußwegs im Park, sind aber nicht alle leicht zugänglich oder einsehbar, da einige von Vegetation verborgen sind. Der beste Weg ist, gemächlich die Mulangstraße entlangzugehen und die Strukturen zu erkunden, die zwischen den Bäumen sichtbar sind.
Ein Bach namens Kiang floss einst durch die Anlage und verband sich mit dem Fluss Styx als Teil des künstlerischen Wasserkonzepts des Parks. Diese bewusst komponierte Wasserführung sollte eine miniaturisierte Landschaft mit symbolischen Namen schaffen.
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