Synagoge Buttenheim, Jüdische Synagoge in Buttenheim, Deutschland
Die Synagoge Buttenheim war ein Gebäudekomplex in Buttenheim, der einen Betsaal, Unterkunftszimmer für reisende Juden und eine religiöse Schule für Kinder enthielt. Das Wassersystem der Anlage war clever mit einem Seitenarm des Deichselbachs verbunden, der auch das Ritualbad versorgte.
Die jüdische Gemeinde Buttenheims erbaut ihre Synagoge 1740 in der Nähe des Unteren Schlosses. Nach etwa 150 Jahren sollte die Gemeinde sich auflösen, doch das Gebäude überlebte bis zur Zeit der Nazi-Herrschaft.
Das Innere der Synagoge zeigte ein Toraschrein mit Korinthischen Säulen im Rokokostil, was die architektonischen Vorlieben der jüdischen Gemeinden des 18. Jahrhunderts widerspiegelte. Diese Gestaltungsweise war typisch für wohlhabende jüdische Gemeinden in deutschen Landen dieser Zeit.
Der Ort liegt in einem kleinen Dorf und ist eher ruhig, daher ist es empfehlenswert, die Gegend zu Fuß zu erkunden. Da die Synagoge heute nicht mehr aktiv ist, kann man die Außenseite besichtigen, doch Besucher sollten vorab prüfen, ob es organisierte Führungen oder spezielle Öffnungszeiten gibt.
In einem cleveren Konstruktionsdetail speiste die Synagoge ein Ritualbad durch einen separaten Seitenarm des nahen Baches, ohne das Hauptwasser für die Haushaltszwecke zu unterbrechen. Diese Wasserteilung zeigt das sorgfältige Denken bei der Planung des Komplexes.
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