Sonnenwagen von Trundholm, Bronzezeitlicher archäologischer Fund in Kopenhagen, Dänemark
Der Sonnenwagen von Trundholm ist ein bronzezeitlicher Fund aus Kopenhagen, der aus einem Bronzepferd besteht, das eine Scheibe auf sechs Rädern zieht. Die Scheibe misst etwa 50 Zentimeter von Ende zu Ende und ist auf einer Seite mit dünnem Gold überzogen, während die andere Seite ohne Verzierung bleibt.
Ein Landwirt entdeckte das Objekt im Jahr 1902 in einem Moor bei Trundholm während er auf seinem Feld arbeitete. Die Herstellung erfolgte um 1400 vor unserer Zeitrechnung, als die Menschen im nordischen Raum begannen, Bronze für Kunstwerke und Ritualgeräte zu nutzen.
Der Name Trundholm kommt von dem Moor, in dem der Wagen gefunden wurde, und bezieht sich auf den runden Hügel dort. Die Form des Pferdes zeigt, wie die Menschen der Bronzezeit ihre Götter durch Tierfiguren sichtbar machten und wie wichtig Sonne und Licht in ihrem Alltag waren.
Das Nationalmuseum Dänemarks in Kopenhagen zeigt den Sonnenwagen in seinen Bronzezeit-Sammlungen, wo Besucher ihn aus nächster Nähe betrachten können. Die Vergoldung ist noch gut zu erkennen, allerdings zeigt die Bronzefigur Spuren der langen Zeit unter der Erde.
Die beiden Seiten der Scheibe zeigen unterschiedliche Muster und Verzierungen, wobei eine Seite den Tag und die andere die Nacht darstellen soll. Die Räder drehen sich noch heute, obwohl sie über 3000 Jahre alt sind.
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