Hammershus, Mittelalterliche Festungsruinen an der Nordküste von Bornholm, Dänemark
Hammershus ist eine Burgruine auf der nördlichen Küste von Bornholm, die sich etwa 74 Meter über der Ostsee erhebt und massive Steinmauern zeigt. Die Anlage erstreckt sich über ein großes Gelände mit verschiedenen Mauersegmenten und Türmen, die den Umriss einer mittelalterlichen Befestigung erkennen lassen.
Ein Erzbischof von Lund ließ die Festung um 1200 erbauen, um die Insel Bornholm unter kirchliche Kontrolle zu bringen. Sie spielte danach eine militärische Rolle in den Konflikten zwischen verschiedenen nordischen Mächten um die Vorherrschaft in der Region.
Die Ruine prägt das Selbstverständnis der Bornholmer Bevölkerung bis heute als Sinnbild ihrer wechselvollen Geschichte zwischen verschiedenen Mächten. Besucher spüren in den Mauern die Spannung zwischen Verteidigung und Besatzung, die das Leben auf der Insel jahrhundertelang geprägt hat.
Der Besuch ist das ganze Jahr über kostenlos möglich, und der Ort ist leicht über Wege erreichbar, die von oben zur Ruine führen. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und sich auf unebenes Gelände vorzubereiten, da die Böden kiesig und an einigen Stellen abfallend sind.
Nach der Aufgabe der Burg wurden ihre Steine über Jahrzehnte von Inselbewohnern abgebaut und für andere Bauprojekte verwendet, bis die Ruine schließlich offiziell geschützt wurde. Dieser unkontrollierte Abtrag hätte die Ruine fast vollständig zerstört.
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