Lindholm Høje, Archäologische Fundstätte in Nørresundby, Dänemark.
Lindholm Høje ist eine Grabstätte auf einem Hügel bei Nørresundby mit etwa 682 Gräbern und 150 bootsförmigen Steinformationen, die sich über die Landschaft verteilen. Die Stätte überblickt die Limfjord und bewahrt die Überreste von Wohnplätzen, die unter Sandablagerungen konserviert wurden.
Die Stätte war zwischen 500 und 1000 n. Chr. ein Wikingersiedlungsplatz mit Bestattungsritualen, bevor Sandstürme das Gelände bedeckten und es konservierten. Diese natürliche Konservierung ermöglichte es, dass die Gräber und Siedlungsspuren bis heute erhalten blieben.
Die Steinarrangements zeigen, wie die Wikinger ihre Toten verehrten und durch die Schiffsform ihre Vorstellung vom Übergang ins Jenseits ausdrückten. Man kann heute noch sehen, wie diese Anordnungen die damaligen Glaubensvorstellungen widerspiegeln.
Der Hügel bietet einen freien Blick auf alle Gräber und Steinformationen, aber die Wege können bei nassem Wetter rutschig sein. Der angegliederte Museum zeigt Funde und vermittelt Hintergrundinformationen, um die Stätte besser zu verstehen.
Unter der Sandoberfläche sind alte Ackermarken vom letzten Anbau der Wikinger vor etwa 1000 Jahren sichtbar, die wie eingefrorene Spuren der damaligen Arbeit wirken. Diese Pflugfurchen zeigen exakt, wie die Menschen das Gelände bewirtschafteten, bevor es unter Sand begraben wurde.
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