Schatzfund von Grevensvænge, Bronzezeitlicher archäologischer Fund in Seeland, Dänemark
Die Grevensvænge-Figurchen sind bronzene archäologische Funde aus der Bronzezeit auf Seeland in Dänemark, bestehend aus sieben ursprünglichen Statuetten. Sie stellen Krieger mit gehörnten Helmen, einen Akrobaten und eine stehende Frau dar und gelten als seltene Zeugnisse antiker nordischer Kunsthandwerk.
Die Fundstücke entstanden in der nordischen Bronzezeit und wurden Ende des 18. Jahrhunderts entdeckt, als Pfarrer Marcus Schnabel 1779 erste Aufzeichnungen anfertigte. Diese frühen Dokumentationen bewahrten wesentliche Details der Originalobjekte, die sich seitdem verändert haben.
Die Figürchen zeigen frühe nordische Kriegertradition, wobei die Darstellungen mit gehörnten Helmen auf religiöse Vorstellungen der Bronze-Zeit hindeuten. Sie gewähren Einblick in die rituellen und sozialen Strukturen antiker germanischer Gesellschaften.
Zwei der sieben ursprünglichen Figurchen können im Nationalmuseum von Dänemark in Kopenhagen besichtigt werden. Der Zugang ist unkompliziert, da die Objekte dauerhaft in den Sammlungsräumen ausgestellt sind.
Forscher vermuten, dass die Figurchen ursprünglich auf einem rituellen Schiff angeordnet waren, ähnlich wie in schwedischen Felsenzeichnungen von Tanumshede. Dies deutet auf komplexe zeremonielle Praktiken hin, die über Nordeuropa verbreitet waren.
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