Vormsi, Baltische Insel im westestnischen Archipel, Estland
Vormsi ist eine Insel in der Ostsee vor der Westküste Estlands mit vielfältigen Landschaften wie Wacholderfelder, Küstenwiesen und Kalksteinaufschlüssen. Das Gelände wechselt zwischen offenen Feldern und felsigen Küstenabschnitten, die das Inselleben bestimmen.
Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten rund 3.000 Menschen auf der Insel, viele davon Esten, die schwedischen Ursprungs waren. Die meisten verließen die Insel in Richtung Schweden, wodurch sich das Leben hier grundlegend veränderte.
Der Friedhof der St.-Olav-Kirche zeigt über 330 Sonnenkreu-Grabsteine mit Inschriften, die von Bauern der Insel gefertigt wurden. Diese Sammlung erzählt von den Menschen, die hier lebten und ihre eigene Art entwickelten, der Verstorbenen zu gedenken.
Die Insel wird per Fährverbindung vom Hafen Rohuküla erreichbar, die regelmäßig verkehrt und etwa eine halbe Stunde dauert. Im Hafen von Sviby können Besucher Fahrräder oder E-Roller mieten, um die flache Landschaft zu erkunden.
Die Rumpo-Halbinsel bietet einen fünf Kilometer langen Wanderweg mit seltenen Flechtengattungen und dem Kalksteinaufschluss Huitberg. Dieser Aufschluss enthält eines der ältesten Korallenriffformationen Estlands aus längst vergangenen Zeiten.
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