Nationalpark Soomaa, Nationalpark und Ramsar-Feuchtgebiet im Südwesten Estlands.
Soomaa Nationalpark ist ein großes Schutzgebiet im Südwesten Estlands mit Hochmooren, Auenwiesen, Wäldern und vier mäandrierenden Flüssen namens Navesti, Halliste, Raudna und Lemmjogi. Das Gebiet erstreckt sich über etwa 390 Quadratkilometer und bildet einen zusammenhängenden Naturraum mit unterschiedlichen Lebensräumen.
Die estnische Regierung gründete den Nationalpark 1993, um extensive Feuchtgebiete zu schützen, die 1997 internationale Anerkennung als Ramsar-Gebiet erhielten. Diese Unterschutzstellung war ein wichtiger Schritt zum Schutz einer der größten Moorlandschaften Europas.
Die Einheimischen nutzen traditionelle Holzeinbäume namens Haabjas, die 2021 als immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkannt wurden. Diese handwerkliche Technik ist tief in der lokalen Lebensweise verwurzelt und wird von Generation zu Generation weitergegeben.
Besucher betreten den Park über das Besucherzentrum, das Informationen zu Wanderwegen, Workshops und saisonalen Aktivitäten wie Kanufahrten, Wanderungen und Skilanglauf bietet. Die beste Zeit zum Besuchen hängt davon ab, welche Aktivitäten Sie interessieren: Frühling und Sommer für Wasseraktivitäten, Winter für Schneeaktivitäten.
Während des Frühjahrshochwassers oder bei starken Regenfällen bedeckt Wasser etwa 17.500 Hektar Land und schafft eine fünfte Jahreszeit, in der Boote zum Hauptverkehrsmittel werden. In diesen Momenten verwandelt sich die gesamte Region in einen See voller Wege.
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