Tondi, Wohnbezirk in Kristiine, Tallinn, Estland
Tondi ist ein Wohnviertel im nördlichen Teil des Stadtbezirks Kristiine in Tallinn, Estland, mit Wohnblöcken, Schulen und Behördengebäuden. Es wird von der Eisenbahnlinie Tallinn-Paldiski durchquert, die am Bahnhof Tondi hält, und von zwei Straßenbahnlinien bedient.
Zwischen 1908 und 1910 errichtete die zaristische Armee hier Kasernen und Artilleriestellungen, von denen viele heute unter Denkmalschutz stehen. In den 1930er Jahren wandelte sich das Viertel von einem Militärstandort zu einem Industriegebiet.
Der Name Tondi leitet sich vom Kaufmann und Bürgermeister Jobst Dunte ab, der hier einst einen Sommersitz hatte. Reste seines Anwesens sind im Dunteni-Park erhalten, den Anwohner heute als Grünfläche nutzen.
Tondi ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar: Der Bahnhof Tondi liegt an der Linie nach Paldiski, und zwei Straßenbahnlinien verbinden das Viertel mit dem Rest der Stadt. Fußgänger können das Viertel gut zu Fuß erkunden, da die Straßen übersichtlich angelegt sind.
Obwohl das Viertel heute überwiegend von Wohngebäuden geprägt ist, sind die zarischen Kasernen noch gut sichtbar und stehen direkt neben modernen Wohnblöcken. Dieser Kontrast macht einen Spaziergang durch Tondi zu einem unerwarteten Erlebnis.
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