Gutshaus Löwenwolde, Spätbarockes Gutshaus in Koeru, Estland.
Das Liigvalla Manor ist ein zweistöckiges Herrenhaus aus Stein in der Gemeinde Koeru mit einem symmetrischen Grundriss und ausgewogenen Fensteranordnungen, die die Gestaltungsprinzipien des späten 18. Jahrhunderts widerspiegeln. Das Gebäude zeigt typische Merkmale der Spätbarock-Architektur, mit einer klaren Struktur, die heute jedoch erhebliche bauliche Schäden aufweist.
Das heutige Steingebäude wurde 1797 unter der Leitung von Gustav Wilhelm Friedrich von Rehbinder errichtet und ersetzte einen älteren Holzbau. Diese Neugestaltung markierte den Übergang zu einer dauerhafteren und repräsentativeren Architektur für das Landgut.
Friedrich Robert Faehlmann, der später ein bedeutender estnischer Intellektueller wurde, besuchte in seiner Kindheit die Schule im Verwalterhaus des Gutshauses.
Die Anlage ist schwer zugänglich, da das Hauptgebäude umfangreiche Restaurierungsarbeiten benötigt und teilweise beschädigt ist. Besucher sollten vorsichtig vorgehen und darauf vorbereitet sein, dass der Innenbereich möglicherweise nicht betreten werden kann.
Die Parkanlage des Anwesens, die einst dekorative Teiche und Gartenelement aufwies, ist vollständig verschwunden. Von der ehemals sorgfältig gestalteten Landschaft ist heute nur noch die umliegende offene Fläche erhalten geblieben.
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