Rapla KEK-i haldushoone, Verwaltungsgebäude in Rapla, Estland.
Rapla KEK-i haldushoone ist ein dreistöckiges Verwaltungsgebäude mit einer markanten achteckigen Pyramidenform in Rapla. Die Fassade ist mit weißen Keramikfliesen aus der Ukraine verkleidet, während Metallstrukturen aus Leningrad zur Stabilität des Bauwerks beitragen.
Das Gebäude entstand zwischen 1971 und 1977 unter sowjetischer Herrschaft als Technikzentrum für die Rapla KEK Kolchose, entworfen vom Architekten Toomas Rein. Die Wahl ungewöhnlicher Materialien und Formen spiegelt wider, wie sowjetische Planwirtschaft auch in ländliche Gebiete modernen Industrialismus brachte.
Das Gebäude zeigt sowjetische Designprinzipien, die sich in seiner ungewöhnlichen achteckigen Form widerspiegeln. Diese Architektur unterscheidet sich deutlich von den typischen Wohnblöcken und Verwaltungsgebäuden, die sonst in dieser Zeit entstanden.
Das Gebäude befindet sich in der Mahlamäe-Straße 10 und wird heute als Okta Centrum genutzt, wo mehrere Unternehmen ihre Büros haben. Besucher können das Äußere frei betrachten, auch wenn die Innenräume dem regulären Geschäftsbetrieb unterliegen.
Das Gebäude wurde auf ehemaliger Sumpfland errichtet und demonstriert damit die sowjetische Fähigkeit, auch schwierige Geländebedingungen zu erschließen. Die achteckige Form war eine bewusste Wahl gegen die monotone Architektur der Zeit und zeigt architektonisches Experimentieren in der Sowjetepoche.
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