Vana-Vigala Manor, Herrenhaus in Märjamaa Parish, Estland
Vana-Vigala Gutshof ist ein Gutshof in Märjamaa Parish mit einem Hauptgebäude aus dem Neoklassizismus, das durch symmetrische Fassaden und große Fenster besticht. Die Anlage umfasst einen romantischen Garten und archäologische Überreste einer Hirschgatterei aus der frühen Neuzeit.
Der Gutshof wurde 1420 gegründet und blieb mehrere Jahrhunderte lang in Hand der Familie Uexküll. Die Unabhängigkeit Estlands 1919 führte zur Enteignung des Anwesens und markierte das Ende der baltischen Herrschaft in der Region.
Der Gutshof war ein Ort des Landadels und prägte über Jahrhunderte hinweg das Leben in der Region. Die Parkanlage und die Hirschgatterei zeigen, wie baltische Gutsbesitzer ihre Freizeit verbrachten und ihr Anwesen gestalteten.
Das Anwesen befindet sich entlang der Radstrecke 167 Vana-Vigala-Vängla und ist auf Fahrradtouren leicht zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass die Parkanlage zu Fuß erkundet werden kann und die Region das ganze Jahr über zugänglich ist.
Ein Brand während der Russischen Revolution 1905 zerstörte die Gutsbibliothek mit etwa 20.000 Bänden, eines der größten privaten Sammlungen der Region. Die anschließende Restaurierung bis 1914 zeigt die Entschlossenheit, das Anwesen in seiner früheren Pracht wiederherzustellen.
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