Piusa Caves, Sandhöhlensystem in Võru Parish, Estland.
Die Piusa-Höhlen sind ein Höhlensystem aus Sandstein in Südestland mit zahlreichen Kammern und Gängen, die durch jahrhundertelange Sandabbauarbeiten entstanden sind. Die unterirdischen Räume zeigen deutlich die Spuren menschlicher Arbeit mit gezielt stehen gelassenen Säulen und gewölbten Decken.
Die Höhlen entstanden ab 1922 durch den systematischen Abbau von Quarzsand für die Glasindustrie, der bis 1966 fortgesetzt wurde. Die intensive Förderung über mehr als vier Jahrzehnte schuf das heutige unterirdische Netzwerk.
Der Ort hat seinen Namen von der nahe gelegenen Piusa-Straße und wird heute als Lernzentrum für Geologie und Mineralogie genutzt. Besucher können sich hier über die Sandsteinschichten informieren und traditionelle Kunsthandwerkstechniken ausprobieren.
Der Zugang erfolgt durch Führungen vom Besucherzentrum aus, das einen guten Überblick über die Anlage und verfügbare Routen bietet. Festes Schuhwerk und Jacken sind empfehlenswert, da die Temperatur unter der Erde konstant kühl bleibt.
Im Winter nutzen über tausend Fledermäuse, darunter sieben verschiedene Arten, die Höhlen als Unterschlupf und bilden eine der größten Überwinterungskolonien Europas. Diese Fledermäuse sind völlig harmlos und aktiv nur nachts, wenn Besucher die Höhlen in der Regel nicht nutzen.
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