Tartu Kaubahoov, Historische Markthalle in Tartu, Estland
Die Markthalle erstreckte sich zwischen der Poe-Straße und der Kauba-Straße entlang des Flusses Emajõgi mit 128 toskanischen Säulen in rechteckiger Anordnung. Die Anlage bot rund 40 Geschäfte und einen offenen Innenhof, in dem reisende Kaufleute übernachten konnten.
Die Anlage wurde zwischen 1816 und 1819 unter Generalgouverneur Filippo Paulucci errichtet und von Architekt Georg Friedrich Geist entworfen. Sie ersetzte die hölzernen Läden, die früher in der Nähe des Raekoja Platzes standen.
Die Markthalle war als 'Venepoed' (Russische Läden) bekannt, da russische Kaufleute hier Tabak, Leder, Salz und Hering verkauften. Dieser Handel prägte das tägliche Leben und machte den Ort zu einem Treffpunkt verschiedener Kulturen.
Der Komplex war leicht zugänglich, da er sich direkt zwischen zwei Hauptstraßen am Fluss befand. Besucher sollten mitternachts kommen, wenn die Markthalle am lebhaftesten war und die meisten Kaufleute ihre Waren ausstellten.
Mart Jänes eröffnete darin eines der größten Bekleidungsgeschäfte der Baltischen Region. Das Geschäft zog besonders Landbewohner an, die teurere Geschäfte in der Stadt mieden.
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